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Kopieren erwünscht
Durch die Schlichtheit ist die Dateigröße zudem so gering, daß sich jeder das Spiel problemlos aus dem Netz herunterladen kann. Anders als bei den hoch entwickelten Computerspielen ist bei Werbespielen nämlich Kopieren erlaubt, sogar erwünscht. Einziger Kompromiß: Eine Werbeeinblendung am Anfang und Ende des Spiels sowie einen kleinen Banner.
Werbespiele auf Überholspur
Der Boom zu Werbespielen ist ungebrochen. Nach dem erfolgreichen "Moorhuhnjagd" (das insgesamt über 18 Millionen Mal heruntergeladen wurde!) hat die Presse bereits während der Entwicklungsphase eifrig über "Sven Bomwollen" berichtet. Durch diese geschickte Öffentlichkeitsarbeit wußte bereits jeder, wer oder was "Sven Bomwollen" ist, noch lange, bevor das Spiel überhaupt veröffentlicht wurde.
Jeder muß "Sven Bomwollen" haben - doch warum?
Als das Spiel dann im Mai 2001 exklusiv bei bild.de heruntergeladen werden konnte, mußte die Online-Redaktion der populären Tageszeitung den kompletten Webauftritt für eine Zeit lang aus dem Netz nehmen, weil der Server unter dem enormen Ansturm zusammenzubrechen drohte. Binnen weniger Tage wurde das Spiel 2 Millionen Mal heruntergeladen. Jeder wollte und mußte es irgendwie haben, doch niemand wußte, warum eigentlich...
Attraktive Werbemöglichkeit für Unternehmen
Und genau das ist es, was die Auftraggeber wollen: Langfristige Werbekontakte sichern. Zwei Millionen Downloads bei Bild in den ersten Tagen. Wenn im Schnitt jeder Spieler zwei Kopien an seine Freunde weitergibt, sind das schon sechs Millionen "Besitzer".
Wenn diese sechs Millionen User das Spiel 3x pro Woche starten, sind das regelmäßige und großflächige Werbekontakte wie bei Fernsehwerbung - nur bedeutend billiger. Zumal wenn man bedenkt, dass der User sich bei Computerspielen aktiv und bewußt mit der Werbung auseinandersetzt, während TV-Werbung oft ignoriert wird durch Zapping.
Werbespiele im sozialen Bereich
Mittlerweile hält der Trend zu Werbespielen sogar im sozialen Bereich Einzug: Die Schweizer Bundesanstalt für Gesundheit hat das Anti-Aids-Spiel "Catch the Sperm 1 + 2" in Auftrag gegeben. Hier hat der Spieler die Aufgabe, verschiedenfarbige Aidsviren und Spermien mit einer Kondomkanone einzufangen um so eine unerwünschte Infektion zu verhindern. Die trockenen Zeiten von Oswald Kolle gehören damit wohl endgültig der Vergangenheit an...
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In diesem Text erfährst du alles über die Universal-Kommunikations-Talente |
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